Aktuelles
Logistics and Brexit

Der Brexit und Logistik: ein Katalysator für Veränderung und Innovation?

02 Oktober 2018

Lesen Sie unser neuestes White Paper zum Thema Brexit!

Nach einer exklusiven Umfrage unter Führungskräften aus den Bereichen Logistik und Supply-Chain-Management von 80 multinationalen Unternehmen in Großbritannien und Deutschland steht das neue White Paper nun zum Download bereit – klicken Sie einfach auf den Link, um sich Ihr Exemplar jetzt zu sichern.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

Im ersten Halbjahr 2018 versuchten wir, im Rahmen eines Marktforschungsprojekts herauszufinden, wie Unternehmen ihre logistischen Prozesse für die Zeit nach dem Brexit vorbereiten.

Erfreulicherweise konnten wir feststellen, dass Unternehmen tatsächlich dabei sind, mit Blick auf den März 2019 Krisenpläne vorzubereiten. Allerdings benötigen sie dringend Klarheit von der britischen Regierung bezüglich der möglichen Austrittsszenarien, um diese Pläne auszuformulieren.

In der Umfrage gaben 46 % der Befragten an, dass sie ausreichend Zeit haben werden, um sich auf den Brexit vorzubereiten (und nur 18 % glauben, dass dies nicht der Fall sein werde). 50 % haben jedoch auch das Gefühl, hinsichtlich der genauen Anforderungen noch im Ungewissen zu sein. Einer der Befragten sagte: „Solange wir keine konkreten Informationen zu den zu erwartenden Ergebnissen der Handelsgespräche haben, können wir nur sehr schwer planen.“ Dieses Gefühl teilen vier von fünf britischen Unternehmen, denn sie geben an, nicht ausreichend über die möglichen Folgen des Brexit informiert zu sein.

Was denken Hersteller über einen möglichen ungeordneten EU-Austritt Großbritanniens?

Angesichts der sich rapide verändernden politischen Landschaft haben wir uns im Sommer erneut mit vielen Teilnehmern unserer ursprünglichen Umfrage in Verbindung gesetzt, um herauszufinden, inwieweit sich ihre Ansichten im Vergleich zum Jahresbeginn geändert haben.

Mit Blick auf einen ungeordneten EU-Austritt Großbritanniens gaben 79 % der Befragten an, zwar vorbereitet zu sein, dass ihre Planungen jedoch „noch längst nicht abgeschlossen“ seien. Die übrigen 21 % geben an, sich mangels Informationen nicht vorbereiten zu können, und unterstreichen damit die Notwendigkeit von Klarheit in Bezug auf die möglichen Szenarien im Anschluss an den EU-Austritt im März 2019.

Angesichts der Möglichkeit, dass Großbritannien sich im Zuge eines ungeordneten Austritts in seinen Handelsbeziehungen mit der EU künftig auf die WTO-Regeln stützen könnte, wenden sich Unternehmen anscheinend schwerpunktmäßig dem Thema Import und Export zu. Oberste Priorität hat dabei die Liefergeschwindigkeit, gefolgt von einer uneingeschränkten Warenbewegung und Einfuhrzöllen. Dies ist eine deutliche Veränderung gegenüber der Befragung, die wir zu Jahresbeginn durchführten, als die Liefergeschwindigkeit noch an fünfter Stelle lag.

Innovation in der Logistik nach dem Brexit entscheidend
Ein positives Ergebnis der Umfrage ist, dass sich viele Unternehmen vorgenommen haben, die zahlreichen möglichen Herausforderungen im Zuge des Brexit durch Innovation zu lösen.

Unsere Umfrage ergab:

  • Mehr als ein Drittel (38 %) der britischen Unternehmen plant, ihren Bedarf an verbesserten technologischen Lösungen zu steigern – im Vergleich zu nur 18 % der deutschen Unternehmen.
  • Knapp ein Drittel (30 %) der britischen Unternehmen gab an, mit Blick auf den Brexit innovativere Lösungen zu entwickeln.
  • 44 % der britischen Hersteller rechnen nach dem EU-Austritt Großbritanniens mit einem Anstieg der Logistikausgaben.

Was aber ist, wenn in Bezug auf die Bedingungen des EU-Austritts nicht bald Klarheit herrscht?

Angesichts der vielen möglichen Szenarien für den EU-Austritt müssen sich Unternehmen darauf einstellen, dass ein „harter Brexit“ sehr wahrscheinlich ist. Wichtig ist außerdem, die Augen vor der Realität nicht zu verschließen!

Unsere Umfrage hat ergeben, dass sich 35 % der befragten britischen und deutschen Unternehmen nicht auf den Brexit vorbereiten, weil vieles noch ungewiss ist. Die Erfahrung lehrt uns jedoch, dass die Digitalisierung häufig der Schlüssel ist, um Dienstleistungen selbst unter widrigen Umständen aufrechtzuerhalten und zu verbessern. Dementsprechend sollten Unternehmen sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern beizeiten vorbereitet sein, um sich schnell auf die geänderten Bedürfnisse des Marktes einzustellen und neue Chancen zu nutzen, sobald sie sich ergeben.

Wie kann Ihr Logistikanbieter Ihnen helfen, sich auf den Brexit vorzubereiten?

Um auf den Brexit vorbereitet zu sein, müssen Sie nicht nur Ihre eigenen Abläufe unter die Lupe nehmen, sondern auch höhere Anforderungen an Ihren Logistikanbieter stellen. Im Zuge des Brexit werden Logistikdienstleister in der Lage sein müssen, die sich wandelnde Nachfrage zu bedienen. Der Schwerpunkt wird dann auf der Bereitstellung der geeigneten Technologien, auf flexiblen Netzwerkmöglichkeiten und Skaleneffekten liegen. Auf diese drei Faktoren wird es nach dem EU-Austritt im Logistikbereich ankommen. Sprechen Sie Ihren Logistikdienstleister deshalb am besten jetzt schon darauf an, um beizeiten die erforderliche Unterstützung zu bekommen.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Carousel Sie dabei unterstützen kann, die Herausforderungen des Brexit zu meistern, senden Sie uns eine E-Mail und vereinbaren Sie einen Termin zu einem persönlichen Gespräch mit einem unserer Experten.